Reformierung des Punktesystems

Bei der geplanten Reform des Punktesystems sollten Regelverstöße, die im Falle eines Unfalls schwere Folgen haben können, stärker als bisher bestraft werden. Bislang würde nur bei Alkohol-bedingten Verstößen dem hohen Unfallpotenzial Rechnung getragen. Dieses Fazit ziehen die Unfallforscher der Versicherer (UDV) nach einer Studie, die den Zusammenhang des Unfallgeschehens mit der Missachtung von Verkehrsregeln untersucht hat.

Nach der Analyse von 290.000 Unfallursachen stellen die Forscher fest, dass auf das Delikt „Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit“ mit 77 Prozent die meisten Einträge im Verkehrszentralregister entfallen. Neben dem Fahren unter Alkoholeinfluss haben Geschwindigkeits-bedingte Unfälle die schwersten Unfallfolgen. Deshalb sollten sie nicht länger als „Kavaliersdelikt“ behandelt werden.

Bislang sind 98 Prozent der Eintragungen Ordnungswidrigkeiten. Nur zwei Prozent entfallen auf Straftaten. Bei ihnen dominiert klar das Fahren unter Alkoholeinfluss.
(dif)

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