Assistenzsysteme machen Bagatellunfälle teuer

Als praktische Helfer sind besonders in der Oberklasse viele Assistenzsysteme verbaut. Sie machen das Fahren leicht, aber sie können die Reparaturkosten nach einem Bagatellunfall um ein Vielfaches erhöhen.

Der ADAC ließ in einem Crashtest einen Toyota Avensis mit zehn km/h auf einen stehenden Audi Q7 auffahren. Dabei entstand am Avensis ein Schaden von über 5.000 Euro, wobei zwei Drittel der Kosten vom beschädigten Radarsystem herrührten. Beim Aufprall war der ACC-Sensor zerstört worden.

Als eine der Hauptursachen für den hohen Schaden sieht der ADAC die Tatsache an, dass sich die Stoßfänger der beiden getesteten Fahrzeuge auf unterschiedlicher Höhe befinden. Die Ingenieure des Automobilclubs gehen davon aus, dass bei gleicher Höhe der Stoßstangen der Schaden deutlich unter 1.000 Euro liegen würde. Interessant ist zudem die große Preisspanne beispielsweise bei den Radarsensoren: Einer ADAC-Recherche zufolge ist bei Mercedes-Benz ein Sensor schon um 464 Euro erhältlich, während bei einem Honda, Toyota oder Jaguar über 3.000 Euro fällig werden.
(kitz)