Viele Geisterfahrer in Stadtstaaten

In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sowie im kleinen Saarland kommt es bezogen auf die Länge des Autobahnnetzes zu auffallend vielen Fahrten in falscher Richtung. Das hat der ADAC bei der Untersuchung aller Falschfahrermeldungen der Jahre 2010 und 2011 herausgefunden.

Der Club führt diesen Effekt auf die hohe Anschlussdichte der genannten Bundesländer zurück. Da Geisterfahrer in den neuen Bundesländern viel seltener gemeldet wurden, geht der ADAC davon aus, dass die dort moderneren Autobahnen das Risiko verringern, in der falschen Richtung aufzufahren.

Im Jahr 2012 wurden rund 1.900 Falschfahrer gemeldet, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Der ADAC fordert, alle Anschlussstellen und Rastanlagen mit auffälligen Warntafeln nach österreichischem Vorbild zu versehen. Sie werden bislang nur entlang der Autobahnen A 9 und A 94 erprobt.

(dif)

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