Österreich: Drängelnde Raser zahlen doppelt

Wer in Österreich unterwegs ist, muss sich doppelt in Acht nehmen. Denn hier sind gleich mehrere Messgeräte im Einsatz, die gleichzeitig Geschwindigkeit und Abstand messen können. Und weil im österreichischen Verwaltungsstrafrecht das sogenannte Kumulationsprinzip gilt, wonach bei der Begehung mehrerer Taten die einzelnen Strafen addiert werden, kann es besonders teuer werden.

Rechtsanwalt Dr. Hubert Tramposch von der Innsbrucker Kanzlei Tramposch & Partner weist darauf hin, dass die Strafen nebeneinander verhängt werden, wenn jemand durch verschiedene selbstständige Taten mehrere Verwaltungsübertretungen begangen hat. Gleiches gelte, wenn eine Tat unter mehrere einander nicht ausschließende Strafandrohungen falle.

In Deutschland hingegen gilt das Absorptionsprinzip: Bei Tateinheit wird der Strafrahmen allein aus dem schwersten Delikt gewonnen.

 

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