Vorsicht: Eis vom Dach!

Dieser Winter ist wieder einmal einer von der unberechenbaren Sorte: Frost, Schnee, Regen, Wind, Sonne und wieder gefrierender Regen und Nachtfrost wechseln sich ab. Es gibt wenig sichere Anzeichen für eine länger andauernde Kältephase – und deshalb immer wieder Überraschungen.
So gab es am Wochenende im ganzen Land einige schwere Glatteisunfälle, nachdem unerwartet Schnee- und Eisglätte entstand, mit der kaum noch jemand rechnete. Und genau das ist es, was einen gut ausgebildeten Fahrschüler und Fahrer auszeichnet:
Die Zeichen der Zeit erkennen, um die Fahrweise rechtzeitig an die Witterungsbedingungen anzupassen. Dazu zählt neben dem Blick aufs Thermometer bzw. die Außen-Temperaturanzeige im Fahrzeug auch die aufmerksame Beobachtung der Umgebung: Gibt es Anzeichen von Frost auf den Straßen, war die Scheibe zugefroren, was ergibt ein kurzer Bremstest?
Wer z. B. morgens bei Tauwetter in Kurven oder an stark befahrenen Kreuzungen kleine Eishaufen entdeckt, die in den Schnittpunkten rechts von Linksabbiegern oder links von Rechtsabbiegern liegen, muss wissen, dass es sich um Eisplatten handelt, die von Lkw-Dächern oder Planen herabgeschleudert wurden. Das mahnt zur Vorsicht, denn was in Kurven zur Seite fällt, kann während der Fahrt auch direkt nach hinten losgehen: „Herabfallende Eisplatten von Lkw-Dächern sind für den nachfolgenden Verkehr ein erhebliches Risiko,“ mahnt der ADAC und rät Autofahrern, die hinter einem offensichtlich schlecht geräumten Lastwagen fahren, zur Vorsicht: „Halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand und rechnen Sie damit, dass sich Eisplatten lösen können.“

Kommt es dennoch zu einem Schaden, wird für Autofahrer die Beweisführung oft schwierig. Denn wer hat schon die Zeit, sich z. B. auf der Autobahn bei gerade herunterfallenden Eisplatten das Kennzeichen des Verursachers zu notieren? Zumal, wenn das Eis einen Schaden am eigenen Fahrzeug verursacht?


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