Raser-Rüpel-Rowdies

Der Deutschen liebstes Kind ist – so will es eine Redensart – das Auto.

Es wird gewaschen, gewachst, getunt und gehegt, dass es oft eine wahre Augenweide ist. So verbringt manch ein Besitzer bald mehr Zeit mit der Autopflege als mit dem Fahren des Vehikels. Doch die gesetzliche Verpflichtung zum gegenseitig rücksichtsvollen Umgang im Straßenverkehr (§1 StVO) haben weit weniger Menschen verinnerlicht.
Im Gegenteil: So wie das eigene Fahrzeug überhöht wird, so scheinen die anderen Fahrer auf den Straßen schnell zu schlechten Konkurrenten herabgewürdigt. Das stellt die repräsentative forsa-Studie unter dem Titel „Deutschland mobil 2015“ im Auftrag von CosmosDirekt fest. „Ob Rasen, Drängeln oder Falschparken: Die meisten deutschen Autofahrer (91 Prozent) wurden bereits für ihre Verkehrsverstöße zur Kasse gebeten.

Nur jeder Zehnte (9 Prozent) ist hierzulande bislang ohne Verwarnungs- oder Bußgeld unterwegs.“ Zahlen, die angesichts der intensiven Schulung in Deutschland eher überraschen.

Doch sind es wohl weniger die Fahranfänger, die unangenehm auffallen - zumal sie in der Probezeit mindestens zwei Jahre der besonderen Beobachtung unterliegen. Fahranfänger sind nach dieser Auswertung besser als ihr Ruf, denn die 18- bis 29-Jährigen kommen in dieser Statistik sogar fast in allen Bereichen am besten weg. Die Ergebnisse der forsa- Studie legen vielmehr nahe, dass gerade die Gruppe 30- bis 44-Jährigen die größte Verwarn- und Bußgeldgruppe ausmacht.

 

DiH (Redaktion)

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