News

Fr

05

Jul

2019

Unser Verkehrsminister denkt nach !!??

Unser Verkehrsminister denkt nach und macht sich über Autofahrer Gedanken, die auch Motorräder fahren sollten. Böse Zungen behaupten, er wolle nur von seiner im EU-Parlament gescheiterten Maut ablenken.

 

Wie mehrere deutsche Medien berichten, sollen Autofahrer in Zukunft leichter auf 125er-Motorräder mit maximal 15 PS (11 kW) umsteigen können. So will es offenbar das BMVI.

Voraussetzungen: Der Autofahrer muss mindestens 25 Jahre alt sein, seit fünf Jahren die Fahrerlaubnis der Klasse B besitzen und eine entsprechende Schulung in einer Fahrschule absolvieren. Diese Schulung soll nach Informationen des "Spiegel" eine 90-minütige Theorieeinheit und sechs praktische Fahrstunden umfassen. Letztere könnten auch auf einem Verkehrsübungsplatz stattfinden. Eine Fahrprüfung sei nicht erforderlich.

BVF-Vorsitzender Dieter Quentin hält nichts von dem Vorhaben des BMVI. Er lehne die Pläne als „unzureichend und gefährlich“ ab, teilte er mit. Dadurch werde keinerlei Fahrkönnen vermittelt, Unfälle durch Fahrfehler würden „geradezu provoziert“.

 

 

Randbemerkung: die Klasse bis 125 ccm gehört mit zu den gefährlichsten und unfallträchtigsten Verkehrsmitteln. Diese Motorradklasse fast "ungeübten" Fahrern zur Verfügung zu stellen, ist im Sinne der Sicherheit gelinde gesagt, ein schlechter Witz.

 

Fahrschule Klotz-News im Juli 2019

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Mo

03

Jun

2019

Automatikeintrag wird doch "gekippt"

Nun doch!!

Nachdem die EU die Streichung des Automatik-Vermerks nach der Fahrprüfung mit einem E-Auto abgelehnt hatte, kommt jetzt doch "Leben" ins Geschehen.

Es erreichte uns folgender Artikel über die Fachpresse:

 

Die Automatikregelung soll endlich gekippt werden! „Ich habe die mündliche Zusage der EU-Kommission bekommen, dass es eine Kompromissregelung geben wird“, sagte Renate Bartelt-Lehrfeld, Referatsleiterin im Bundesverkehrsministerium, beim Fahrschulforum der Moving Road Safety Association am Schwielowsee.

 

„Ich gehe davon aus, dass direkt im Anschluss der Automatikprüfung eine Prüfung auf einem Schaltgetriebe stattfinden wird, in der der Schüler zeigt, dass er das Schaltgetriebe grundsätzlich beherrscht.“ Die Prüfung könne voraussichtlich von einer staatlich zugelassenen Stelle abgenommen werden. Das könne eine Fahrschule oder eine Prüforganisationen sein. Der Schüler bekomme dann direkt den Führerschein ohne Schlüsselzahl ausgehändigt. Wenn er die Prüfung lieber etwas später ablegen wolle, bekäme er zunächst den vorläufigen Nachweis der Fahrerlaubnis mit Schlüsselzahl.

„Ich habe dies bislang erst telefonisch mitgeteilt bekommen, gehe aber davon aus, dass ich in Kürze die schriftliche Bestätigung erhalte und bin zuversichtlich, dass wir das bis zum Ende des Jahres umsetzen können“, so Bartelt-Lehrfeld.

„Steter Tropfen höhlt den Stein“, freute sich der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) Dieter Quentin. „Auch die BVF war über die Europäische Fahrlehrer Association sehr aktiv, um eine unbürokratische Regelung zu erwirken.“ Das Bundesverkehrsministerium hat hier schon sehr lange an der Seite der Fahrlehrerschaft gekämpft, andere europäische Länder mussten erst überzeugt werden.

 

Fahrschule Klotz"News" 

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Sa

18

Mai

2019

Scheuer: "Keine E-Scooter auf Gehwegen“

Entgegen seinen ursprünglichen Plänen hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in dieser Woche verkündet, dass E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 12 km/h nun doch nicht auf Gehwegen zugelassen werden sollen. Der Grund für diese Entscheidung sei die Tatsache, dass E-Scooter niemanden gefährden dürften, schreibt der Spiegel in seiner Online-Ausgabe. Außerdem gehe der Bundesverkehrsminister damit auf die zuvor lautgewordene Forderung der Länder ein.  

Erhöhung der Verkehrssicherheit

Schon als die Pläne bekannt wurden, hatte auch der DVR Bedenken zum Thema Verkehrssicherheit geäußert. Der Verein plädierte dafür, Elektrokleinstfahrzeuge (EKF) nur dann auf dem Gehweg zuzulassen, wenn sie maximal Schrittgeschwindigkeit fahren würden. „Dass die Fahrzeuge nun gänzlich von der Nutzung des Gehwegs ausgeschlossen sind, erleichtert uns ungemein“, erklärte Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer der DVR.

Trotzdem setzt sich der DVR weiterhin dafür ein, dass E-Scooter erst ab einem Mindestalter von 15 Jahren genutzt werden dürften. Dieses Alter sei angemessen, heißt es in einer Pressemitteilung. Denn Kinder unter 15 Jahre würden nicht über die nötige Umsicht und Verantwortung verfügen, um sicher mit einem EKF durch den Straßenverkehr zu kommen.

 

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Do

18

Apr

2019

Preise für MPU können stark variieren

Im August 2018 fiel die einheitliche Gebührenordnung weg, die unter anderem die Kosten für eine auferlegte MPU regelt. Seitdem dürfen die Träger der Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) die Preise selbst festlegen, schreibt Auto-Medienportal.net. Obwohl die Gebühren deshalb deutschlandweit stark variieren, sei der ausschlaggebende Punkt für die Höhe der Kosten letztlich immer noch die Art der Veranlassung der MPU.

TÜV Thüringen klärt auf

Wie Auto-Medienportal.net unter Berufung auf den TÜV Thüringen berichtet, sei vor allem eine MPU, die wegen Alkohol am Steuer verhängt wurde, sehr aufwendig und damit teuer. Wer gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen habe, müsse sogar noch tiefer in die Tasche greifen. Am günstigsten kommen Personen weg, die wegen zu vieler Punkt die MPU besuchen müssen, lässt der TÜV wissen.

Empfehlenswert sei es deshalb, das Vorliegen der Führerscheinakte und der MPU-Anordnung der Behörden abzuwarten. Denn dann könne man die Gebühren der einzelnen Begutachtungsstellen im Vorfeld vergleichen. Außerdem sei es für eine rasche Rückgewinnung des Führerscheins und eine schnellere Abwicklung der MPU ratsam, freiwillig an Abstinenzkontrollprogrammen teilzunehmen.

 

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Mo

04

Mär

2019

Senior rammt Fahrschulwagen in Kreisverkehr

Wie das Polizeipräsidium Konstanz mitteilt, befanden sich am vergangenen Donnerstag ein 17-jähriger Fahrschüler, sein Fahrlehrer und ein Fahrprüfer auf einer Prüfungsfahrt im Landkreis Sigmaringen. Im Laufe der praktischen Fahrerlaubnisprüfung befuhr der Fahrschüler auch einen Kreisverkehr. Als der Fahrschüler eine Ausfahrt passierte, krachte es am Fahrzeugheck.

Unfallverursacher fährt einfach davon

Sie stellten fest, dass vermutlich ein älterer Mann mit einem roten Dacia "Sandero" dem Prüfling zunächst die Vorfahrt genommen und dann das Fahrschulauto von hinten gerammt hatte, schreibt die Polizei. Ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern, sei der Senior an der nächsten Ausfahrt weggefahren. Dies konnten weder Fahrschüler noch Fahrlehrer oder Prüfer verhindern, obwohl diese nach der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr sofort am Straßenrand angehalten hatten.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Unfall am vergangenen Donnerstag bemerkt haben und nähere Auskünfte zum Geschehen geben könnten.

 

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Do

07

Feb

2019

Automatikregelung...EU blockt doch !!

Die Hoffnung auf einen Wegfall des Automatikeintrages im Führerschein steht doch noch in weiter Ferne. In einer Sitzung der EU-Fachkommission vom 5.2.2019 mit allen 27 EU-Staaten, wurde die Streichung des Automatikvermerks verworfen und zunächst abgelehnt.

Für den Führerscheinbewerber heisst das, dass weiterhin der Vermerk im Führerschein verbleibt, wenn die Prüfung auf einem Automatikfahrzeug abgelegt wurde.

Im Zuge der Elektromobilität hatte die Bundesregierung und auch der Fahrlehrerverband auf den Wegfall des Eintrages plädiert.

Praktisch hätte dies bedeutet, dass man die Ausbildung und Prüfung auch auf einem Automatik (Elektro) Fahrzeug ablegen kann, danach kein Eintrag in den Führerschein erfolgt und man sowohl Automatik als auch Schaltwagen fahren darf. (Eine Grundausbildung auf dem Schaltwagen wäre sicher vorgeschrieben worden)

Das Vorhaben ist nach dem EU-Beschluss jetzt vorab vom Tisch.

 

Fahrschule Klotz News 5.2.2019

Fr

18

Jan

2019

Die Schweiz beginnt...ob wir bald folgen?

Mit Wirkung zum 1. Februar 2019 schafft die Schweiz den Automatikeintrag im Führerschein ab. Das hat der Schweizer Bundesrat noch vor Weihnachten entschieden.

Bislang durften Personen, die ihre praktische Prüfung in einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe ablegten, nur solche Fahrzeuge fahren. Künftig wird in solchen Fällen keine Beschränkung mehr im Führerschein eingetragen. Wer einen "Automateneintrag" hat, kann die Entfernung der Beschränkung beim zuständigen Straßenverkehrsamt beantragen, teilte der Bundesrat mit.

Außerdem wird es jungen Schweizern ab 1. Januar 2021 möglich sein, den Lernfahrausweis für Pkw mit 17 Jahren zu erwerben. 

 

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Do

03

Jan

2019

Neues Jahr, neue Regeln

Online-Zulassung

Ab 2019 sollen Fahrzeuge in Deutschland online zugelassen, um- und abgemeldet werden können, teilt Mobil in Deutschland mit. Diese Verordnung liege bereits im Bundesrat, der noch zustimmen müsse. „Diese Regelung, die voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres in Kraft treten soll, wäre eine enorme Erleichterung für Autofahrer in Deutschland“, findet der Automobilclub.

DAB-Radio

Nach einem Beschluss des EU-Parlaments sollen Autoradios in Neuwagen ab 2019 - zusätzlich zum UKW-Empfang - zukünftig auch den Empfang von DAB+ oder anderen digitalen terrestrischen Übertragungen empfangen. Bisher sei das noch optional und gegen Extragebühren verfügbar gewesen, informiert Mobil in Deutschland. „Sofern Neuwagen künftig also ein Radio installiert haben, müssen diese mit einer Frist von zwei Jahren auch mit DAB+ auf den Markt kommen.“

Schutz vor Falschbetankung

Künftig soll Falschbetankung nicht mehr möglich sein, wenn es nach dem EU-Gesetzgeber geht. Mobil in Deutschland: „Die EU schreibt von 2019 an einheitliche Kraftstoff-Bezeichnungen vor. Nicht selten greifen Reisende im Ausland nämlich zum falschen Zapfhahn und betanken ihr Auto verkehrt. Um dies in Zukunft zu vermeiden, sollen ab Jahresbeginn entsprechende Etiketten auf Zapfpistolen und in den Tankdeckeln von Neufahrzeugen angebracht sei.

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Do

13

Dez

2018

Aufgepasst!! Mitschuld bei Tempo 200

Auf einer Autobahn wechselte eine Autofahrerin unvorsichtig auf den linken Fahrstreifen und verursachte einen Unfall, als ein anderer Pkw-Fahrer mit 200 km/h heranrauschte und nicht mehr bremsen konnte. Es gab keine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Die Spurwechslerin warf dem Pkw-Fahrer dennoch überhöhtes Tempo vor und verlangte von ihm Schadenersatz.

Das LG Mönchengladbach und das OLG Düsseldorf als Folgeinstanz bejahten den Schadenersatzanspruch aber nur zu 30 Prozent. Die Autofahrerin habe klar gegen Paragraf 7 Abs. 5 und Paragraf 4 Abs. 4 StVO verstoßen und trage die Hauptschuld. Insbesondere habe sie damit rechnen müssen, dass ein anderer Autofahrer auf dem Überholstreifen schnell unterwegs sei.

Aber: So schnell wie der Überholer unterwegs gewesen sei - damit habe sie beim besten Willen nicht rechnen müssen, stellte das OLG klar. Wer bei einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h mit 200 km/h fahre, sei eine Gefahr, auf die sich andere nicht einstellen müssten. Im Gegenteil: Eine derartig hohe Geschwindigkeit würde von anderen unterschätzt.

Oberlandesgericht Düsseldorf

Aktenzeichen I-1 U 44/17 

 

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Mi

07

Nov

2018

PKW Ausbildung bald auf Automatik möglich ??

Für einige Aufregung hat aktuell in den sozialen Netzwerken die Meldung gesorgt, die Automatikregelung würde 2019 kippen. „Das ist noch nicht sicher“, sagt der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände Dieter Quentin. „Ich habe sofort im Bundesverkehrsministerium angerufen und nachgefragt. Die zuständige Referatsleiterin Renate Bartelt-Lehrfeld hat mir mitgeteilt, dass es noch keinen neuen Sachstand in dieser Thematik gibt.“

Der derzeitige Sachstand ist, dass die Generaldirektion Mobilität und Verkehr (GD Move) dem Wegfall der Automatikbeschränkung, um die sich die BVF und das Bundesverkehrsministerium seit Jahren bei der EU bemühen, mittlerweile positiv gegenübersteht. Im Dezember wird das Thema erneut beraten „und wir hoffen, dass man nach dieser Sitzung gesicherte Aussagen zum Wegfall der Automatikbeschränkung machen kann“, so Quentin. „Die Chancen dafür, dass die Automatikregelung schon 2019 verändert wird, stehen gut, weil sie in Anhang II der Richtlinie geregelt ist und daher nicht das komplette Gesetzgebungsverfahren in Bezug auf eine Veränderung der 3. EU-Führerscheinrichtlinie erforderlich ist. Sicherheit, dass die Automatikbeschränkung auf jeden Fall 2019 wegfällt, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht.“

 

Zum Verständnis: der PKW-Fahrschüler hätte dann die Möglichkeit, ohne Vermerk im Führerschein, die Ausbildung und Prüfung auf einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe abzulegen. Welche Vorgaben genau gemacht werden, wird 2019 entschieden.

 

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Di

30

Okt

2018

Pkw rammt Fahrschulauto

In Tübingen musste ein 41-jähriger Fahrschüler an einer roten Ampel anhalten. Als die Ampel grün anzeigte und der Fahrschüler anfahren wollte, würgte er das Fahrzeug ab. Dies erkannte eine 27-Jährige, die hinter dem Fahrschulauto angerauscht kam, zu spät und fuhr ungebremst in das Heck des Fahrschulwagens.

Wie das Polizeipräsidium Reutlingen berichtet, wurden bei dem Auffahrunfall sowohl die Unfallverursacherin als auch der Fahrschüler und der Fahrlehrer leicht verletzt. Während die beiden Fahrer vom Rettungsdienst zur Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten, war beim 50-jährigen Fahrlehrer keine sofortige Behandlung notwendig. Die beteiligten Autos wurden durch den Unfall derartig beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten.

 

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Do

11

Okt

2018

Zebrastreifen: Pedelec-Fahrer bitte absteigen!

Im Fall kam es zu einem Unfall zwischen einem Auto- und einem Pedelec-Fahrer, der einen Zebrastreifen überfuhr.

Dieser hatte außerdem eine Mittelinsel, auf der der Pedelec-Fahrer aber nicht hielt. Im Prozess klagte der Zweiradfahrer auf Schadenersatz.

Das Oberlandesgericht Hamm wies die Klage ab. Der Pedelec-Fahrer habe den Unfall verursacht, stellte es zunächst klar. Denn er hätte absteigen und zu Fuß gehen müssen, um seinen Vorrang am Zebrastreifen zu genießen.

Aber das Gericht beschäftigte sich auch mit einer weiteren Frage: Hätte der Autofahrer dennoch auf den Pedelec-Fahrer reagieren müssen, weil anzunehmen gewesen sei, dass er durchfahren würde? Nein, sagte das OLG, erst dann, wenn ein Durchfahren erkennbar sei, müsse er reagieren. Hier habe jedoch die Mittelinsel dazwischen gelegen, auf der ein Anhalten möglich gewesen sei.   

Ober­landes­gericht Hamm

Aktenzeichen 9 U 54/17

 

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Mo

01

Okt

2018

Handy halten reicht – Grund egal

Im Fall vor dem OLG Oldenburg hielt der Betroffene ein Mobiltelefon in der Hand, während er sein Auto fuhr. Zur Überzeugung des vorinstanzlichen Amtsgerichts habe er mehrere Sekunden auf das Display geschaut – und damit auch das Mobiltelefon verwendet. Der Betroffene bestritt, dass er sein Mobiltelefon damit schon genutzt habe.

Dem OLG war diese Diskussion mit Blick auf die neue Gesetzeslage egal. Denn dort steht im Absatz 1a Nr. 1 nun: Die Nutzung eines Mobiltelefons (und anderer dort benannter Geräte) ist nur dann zulässig, wenn dieses weder aufgenommen noch gehalten wird. Auf den Grund dafür komme es deswegen nicht an, stellte das Gericht klar. Der Gesetzgeber habe dadurch eine Regelungslücke schließen wollen, wenn das Telefon gehalten werde, obwohl das nicht notwendig gewesen sei.

Oberlandesgericht Oldenburg

Aktenzeichen 2 SS OWI 201/18

 

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Mi

12

Sep

2018

Diesel-Fahrverbote in Frankfurt

Für Euro-4-Diesel und ältere Modelle sowie für Euro-1- und Euro-2-Benziner wird es von Februar 2019 an eng in Frankfurt am Main. Um die Luftqualität in der Stadt zu verbessern, sollen diese dann nicht mehr fahren dürfen. So entschied es das Verwaltungsgericht Wiesbaden. Euro-5-Diesel müssen ab September 2019 mit Fahrverboten rechnen.

Das Fahrverbot müsse in Frankfurt umgesetzt werden, „weil alle übrigen vom Land in Betracht gezogenen Maßnahmen nicht zu einer wirksamen Reduzierung der Stickstoffdioxid-Emissionen in angemessener Zeit führen“, heißt es in der Entscheidung. Kläger war die Deutsche Umwelthilfe.

 

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Fr

10

Aug

2018

Genau so machen wir es bei uns !!!!

Viele Fahrschüler lassen ihre theoretische Ausbildung in der Fahrschule erst einmal gelassen angehen. Sie haben viel zu tun in der Schule, sind ständig mit Freunden „chillen“ sowie mit dem Handy und anderen wichtigen Dingen des Lebens beschäftigt. Stringentes, zielgerichtetes Lernen (in der Freizeit) ist offenbar „nicht so ihr Ding“. Sie lassen sich auch so gar nicht gern „unter Druck“ setzen. Wenn sie sich dann aber einmal durchgerungen und tatsächlich die Mindestzahl an vorgeschriebenen Unterrichtsstunden besucht haben, kippt die Stimmung: Plötzlich haben sie es eilig, die theoretische Prüfung hinter sich zu bringen, Fahrstunden zu nehmen und möglichst schnell die Fahrerlaubnis nach Hause zu bringen.

Vielleicht haben sie sich tatsächlich intensiver mit den Fragen beschäftigt, möglicherweise drängen auch die „Sponsoren“ im Hintergrund.

In jedem Fall sind sie „gefühlt“ lange genug dabei. Dann sind sie sehr schnell der Meinung, sie seien reif für die Prüfung. Und davon lassen sie sich nicht so leicht abbringen …

Immerhin sprechen die statistischen Zahlen eine eindeutige Sprache: „In der Auswertung nach Fahrerlaubnisklassen wird sichtbar, dass die Theorieprüfung für die Fahrer der Personenkraftwagen (Pkw) mit einer Misserfolgsquote von rund 39 Prozent die höchste Hürde darstellte“ (Quelle: www.kba.de). – Der bundesweite Trend geht zur Wiederholungsprüfung. Und die gilt es möglichst zu vermeiden!

In so einer Situation ist es wichtig, den Fahrschüler möglichst vorsichtig und objektiv auf die Vorteile einer intensiven Prüfungsvorbereitung hinzuweisen. Denn vor den Preis haben die Götter den sprichwörtlichen Schweiß gesetzt. Wie ernst die zur Prüfung Drängenden die Vorbereitungen bisher genommen haben, davon können Sie Ihre Schüler und auch sich selbst schnell überzeugen.

 

Ganz einfach, direkt in der Fahrschule: Bevor es zur kostenpflichtigen Anmeldung bei den Prüforganisationen kommt, machen Sie einfach die Probe aufs Exempel. Wer sich hier sperrt, macht sich verdächtig, wer seiner Sache sicher ist, hat sicher nichts dagegen einzuwenden. Zudem kann ein erfolgreicher Test dem Schüler zusätzlich den Rücken stärken und eventuelle Prüfungsängste reduzieren! Und...er ist bei uns kostenlos.

Copyright Degener Verlag

Sa

14

Jul

2018

Verkehrsminister sprechen sich für BF16 aus

Auf der Verkehrsministerkonferenz in Nürnberg haben sich die Ressortchefs für das Modellprojekt zum begleiteten Fahren ab 16 Jahren (BF16) ausgesprochen. Die Initiative kam aus den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Bevor BF16 getestet werden darf, muss die EU-Kommission zustimmen, denn aktuell ist es erst ab 17 Jahren erlaubt, einen Autoführerschein zu machen.

Ein zentrales Anliegen der Verkehrsministerkonferenz war das Thema Verkehrssicherheit. Insbesondere ging es laut Protokoll darum, wie die durch die verpflichtende Nutzung von Abbiegeassistenten und automatischen Notbremssystemen Unfälle vermieden werden können. Die Verkehrsminister beschlossen, dass der Bund nach Auslaufen des Verkehrssicherheitsprogramms 2011 ein Anschlussprogramm auflegen soll, um das Ziel zu verfolgen, die Zahl der Verkehrstoten auf null zu reduzieren. Der Hamburger Senator Frank Horch sagte: „Ich denke dabei vor allem an die jungen Fahrerinnen und Fahrer. Deshalb fordere ich die Bundesregierung auch auf, zu erläutern, was sie konkret tun will, um die Verkehrssicherheit von Fahranfängern zu verbessern.“ Vor diesem Hintergrund sprachen sich die Minister unter anderem für BF16 aus.

 

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So

17

Jun

2018

Reiselust statt Urlaubsfrust

Fremde Verkehrsregeln, schlechte Orientierung –  wer mit seinem Fahrzeug auf der Urlaubsreise im Ausland nicht ins Schwitzen geraten möchte, sollte seinen Urlaub vorher gründlich planen. Denn einmal kurz nicht aufgepasst und es knallt!  Deshalb raten die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG): „Damit der Urlaub nicht zur teuren Kostenfalle wird, lohnt es sich, Zusatzversicherungen bei Mietwagen abzuschließen beziehungsweise den Versicherungsschutz des eigenen Wagens vorab zu überprüfen.“

Wenn das Urlaubsziel nicht allzu weit entfernt ist, wird gerne der eigene Pkw genutzt. Was wenige wissen: „Wer im Ausland unverschuldet einen Unfall hat, sollte sich nicht darauf verlassen, dass der Unfallgegner auch ausreichend versichert ist“, erklären die Versicherungsexperten der DVAG.

Wer auf den Mietwagen setzt, sollte auf ausreichenden Versicherungsschutz achten, um unschöne Überraschungen zu vermeiden. „Da für die Ausbesserung kleinerer Kratzer Summen von 300 bis 700 Euro keine Seltenheit sind, ist eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung sinnvoll“, raten die Experten der DVAG. Ob mit dem eigenen Pkw oder dem Mietwagen: Wenn es zu einem Unfall kommen sollte, gilt es Ruhe zu bewahren, die Polizei zu rufen und am besten Fotos vom Unfall/Unfallort zu machen. Dann sollte es im Schadensfall auch keine Probleme mit der Versicherung geben.

Fr

18

Mai

2018

Infos zu Dashcams in Deutschland und Europa

Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) den Einsatz von Dashcam-Videos zur Klärung der Unfallursache vor Gericht zugelassen hat, könnte die Beliebtheit der kleinen Kameras, die im Armaturenbrett besfestigt werden, steigen. Bislang besitzen laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Bitkom Research aus dem Januar 2018 gerade einmal acht Prozent eine Dashcam. 13 Prozent gaben an, in Zukunft eine kleine Kamera nutzen zu wollen, jeder Vierte könnte sich deren Einsatz zumindest vorstellen. Nur neun Prozent der Befragten möchten auch in Zukunft definitiv keine Dashcam gebrauchen.

Im Urlaub oder auf Geschäftsreisen ist die Nutzung von Dashcams in Mittel- und Westeuropa überwiegend bedenkenlos möglich. Der ADAC hält die Dashcam-Nutzung in diesen Ländern für unproblematisch: Spanien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Italien, Polen, Tschechien, Ungarn, Bosnien Herzegowina, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland. In Österreich brauche man zunächst eine Genehmigung, von der Verwendung in Portugal, Belgien, Luxemburg und der Schweiz rät der ADAC ab.

 

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Di

24

Apr

2018

Außergewöhnliche praktische Fahrprüfung

Am Dienstagmorgen, 17. April, befindet sich ein Fahrschüler mitten in seiner Prüfung, als es plötzlich vor dem Fahrschul-Lkw kracht. Eine BMW-Fahrerin überholt den Lkw auf der Gegenfahrbahn, will trotz roter Ampel links abbiegen und kollidiert mit einem entgegenkommenden Mercedes. Wie das Portal Heidelberg24 berichtet, reagieren Fahrlehrer und -schüler vorbildlich: Während der Fahrlehrer den Kreuzungsbereich frei macht und den Verkehr regelt, leistet der Fahrschüler erste Hilfe bei der schwerverletzten und eingeklemmten Unfallverursacherin. Auch weil er vor Kurzem erst seine Grundausbildung bei der Berufsfeuerwehr absolviert hat, kann er die Verletzte stabilisieren, bis seine Kollegen eintreffen.

Laut Polizeibericht musste die Feuerwehr Heidelberg das Fahrzeugdach abtrennen, um die eingeklemmte Fahrerin zu befreien und ins Krankenhaus zu bringen. Inwiefern die 32-Jährige unter Alkoholeinfluss stand, sei Gegenstand weiterer Ermittlungen.

 

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Fr

23

Mär

2018

Fahrschüler mit 183 km/h geblitzt

Ein 17-jähriger Slowake, der in der Ausbildung zum Führerschein mit 17 Jahren steckte, wird so schnell keine Fahrerlaubnis erhalten. Wie das österreichische News-Portal nachrichten.at vermeldete, sei der L17-Kandidat ohne Begleitung auf einer Autobahn bei Innsbruck mit 183 statt der erlaubten 100 km/h geblitzt worden. Der Polizei zufolge müsse er sich neben der massiven Geschwindigkeitsüberschreitung auch wegen Lenkens ohne Berechtigung verantworten. Das Fahrzeug sei auf den Vater zugelassen gewesen.

 

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Do

08

Mär

2018

Richtgeschwindigkeit überschritten – Mithaftung?

Darum ging es im Fall: Ein Fahrer wechselt auf der Autobahn von rechts nach links ohne zu schauen, ein anderes Fahrzeug – das etwas schneller als 130 km/h gefahren ist - kracht ihm ins Heck.

Der Fall landete schließlich beim Oberlandesgericht Hamm. Dessen Urteil war eindeutig: Die Richter sahen keine Mithaftung des Auffahrenden, auch wenn dieser die Richtgeschwindigkeit um 20 km/h überschritten hat.

Den Ausschlag gab eine Abwägung der Verschuldensbeiträge: Den „Schwarzen Peter“ bekam in dieser Abwägung der Beklagte, also der unachtsame Fahrstreifenwechsler, der den rückwärtigen Verkehr völlig vergaß. Der Kläger dagegen, also der Auffahrer, kam ohne Haftung davon. Er habe auf freier Strecke nicht mit einem grundlosen Harakiri-Wechsel rechnen müssen, stellte das Gericht klar. Auch sei seine Geschwindigkeit von 150 km/h „mit den Straßen- und Sichtverhältnisse vereinbar“ gewesen.

Oberlandesgericht Hamm

Aktenzeichen 7 U 39/17 

 

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Di

27

Feb

2018

Chaosfahrt durch Coburg

Ein 21-Jähriger hat sich alle Mühe gegeben, seinen Fahrlehrer zur Verzweiflung zu bringen: Wie das Nachrichtenportal insuedthueringen.de berichtet, nahm der Fahrschüler in einem privaten Auto Platz und fuhr durch Coburg – natürlich ohne Fahrerlaubnis. An einer Kreuzung habe er die Vorfahrt eines anderen missachtet, was zum Zusammenstoß geführt habe.

 

Trotz erheblicher Schäden an beiden Autos fuhr der Schwarzfahrer weiter – und ließ sich zu einer filmreifen Chaosfahrt hinreißen. „Er bog in eine angrenzende Straße ein, durchbrach einen Gartenzaun und fuhr durch ein Privatgrundstück. Anschließend ging seine Fahrt über einen Geh- und Radweg weiter bis zu einer Auffahrt auf die Bundesstraße 4“, schreibt insduedthueringen.de. Dabei sei er seines vorderen Kennzeichens verlustig gegangen. Nach einem Stopp auf einem Parkplatz habe er danach gesucht und auch noch seinen Autoschlüssel verloren.

Die Polizei stellte den Crashpiloten zur Rede. Es kam heraus, dass dieser gerade seine Fahrausbildung absolviert. „Aufgrund der Vielzahl von Verstößen wird für den 21-Jährigen die Fahrerlaubnis erst einmal in weite Ferne rücken", zitiert insuedthueringen.de die Coburger Polizei. Diese ermittle unter anderem wegen Straßenverkehrsgefährdung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Fr

02

Feb

2018

Schleswig-Holstein will Führerschein mit 16

Gemeinsam mit Niedersachsen will das Bundesland Schleswig-Holstein einen Modellversuch für Begleitetes Fahren mit 16 Jahren starten. Das hat der Landtag in Kiel in dieser Woche einstimmig beschlossen.

 

Wie der Landtag Schleswig-Holstein auf seiner Homepage mitteilt, habe sich das Begleitete Fahren mit 17 bewährt und solle nun auf Jüngere ausgeweitet werden. „Das begleitete Fahren mit 17 Jahren ist ein echtes Erfolgsmodell“, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ). Auch alle anderen im Landtag vertretenen Parteien halten eine Neuregelung für sinnvoll. BF 17 nutzen in Schleswig-Holstein nach Angaben des Ministers rund 20.000 Jugendliche jedes Jahr.

Einer nötigen Änderung des EU-Rechts sieht der Verkehrsminister gelassen entgegen. Bisher sieht die EU-Führerscheinrichtlinie ein Mindestalter von 17 Jahren vor, das Thema stehe aber auf der Agenda des entsprechenden Ausschusses. Nach Angaben des Landtages sagte der Minister: „Ich bin guter Hoffnung, dass es im Laufe dieses Jahres gelingen kann.“ 

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Fr

05

Jan

2018

Probleme bei den Theorieterminen

Bei dem für uns zuständigen TÜV Darmstadt und der Filiale Heppenheim kommt es schon seit Jahren immer wieder zu Problemen bei der Zuteilung von Plätzen zur theoretischen PC-Prüfung. In der Praxis heisst das für unsere Fahrschule, dass wir nicht, so wie es erforderlich wäre, genügend PC-Prüfungen zugeteilt bekommen. Genauer: es gibt zu wenig angebotene Theorieplätze für den Bedarf der Fahrschulen.

Der TÜV begründet dieses Manko mit zu wenig Personal und dem Buchen von zu vielen Plätzen von einigen Fahrschulen.

Wir haben uns persönlich über diesen untragbaren Umstand für unsere Schüler schon öfters bei den Dienststellen des TÜV beschwert, eine Verbesserung der Situation ist aber leider nicht eingetreten.

Im Jahre 2018 soll das komplette Buchungssystem verbessert werden, so der zuständige Leiter beim TÜV Darmstadt. Wir hoffen es wird dann möglich sein, zeitnah die erforderlichen Plätze für die Fahrschüler zu erhalten. Wir sind alle gespannt.

Mi

20

Dez

2017

Welche Weihnachtslieder Autofahrer am meisten nerven

Schneechaos auf der Autobahn, lange Staus zu den Festtagen – gerade zur Weihnachtszeit verbringen die Deutschen viel Zeit im Auto und sind dem saisonalen Radioprogramm schutzlos ausgeliefert. Doch was sind die nervigsten Weihnachtssongs? Eine aktuelle Ford-Umfrage ergab wenig Überraschendes: Wham! mit „Last Christmas“ führt die Liste an. Über die Hälfte der Befragten kann den Klassiker nicht ertragen. Auf den weiteren Rängen im Nerv-Ranking: „Feliz Navidad“ von José Feliciano und „All I want for Christmas“ von Chris Rea.

Jeder Vierte hingegen hält sich „Do they know it's Christmas“ (Band Aid), „White Christmas“ (Bing Crosby) oder „Driving home for Christmas“ (Chris Rea) die Ohren zu. Doch es gibt auch Liebhaber der weihnachtlichen Beschallung per Autoradio: 38 Prozent etwa freuen sich über den „Last Christmas“-Klassiker und hören aktiv zu.

Die Ford-Umfrage aus dem Dezember unter 1.500 Befragten zwischen 18 und 75 Jahren ergab auch, dass 65 Prozent der Autofahrer im Auto laut mitsingen. Knapp die Hälfte kümmert sich dabei wenig darum, was die anderen denken, so die Ergebnisse. Knapp 16 Prozent fühlen sich erst dann unbeobachtet, wenn sie unterwegs sind - stehend an einer Ampel oder auf dem Parkplatz steigt die Hemmschwelle für das eigene Mitträllern an. 

 2017 Springer Fachmedien München. Part of Springer Nature.

Mi

13

Dez

2017

Darf ein Radfahrer die Hände vom Lenker nehmen?

Paragraf 23 Abs. 3 Satz 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) verbietet es Radfahren, freihändig zu fahren. Wer gegen das Verbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss daher mit einem Bußgeld rechnen, wenn er erwischt wird.

Die oben genannte Vorschrift in der StVO verbietet aber nur das freihändige Radfahren, einhändig fahren ist dagegen erlaubt. Das Landgericht Münster warnt jedoch: Es könne sich auf die zivilrechtliche Haftung auswirken, wenn es aufgrund des einhändigen Radfahrens zu einem Unfall komme. Ein Radfahrer musste sich im konkrete Fall ein Mitverschulden von 75 Prozent anlasten lassen, als er einhändig fahrend und mit zwei Hunden an der Leine plötzlich stark abbremsen musste und dabei zu Fall kam.

Landgericht Münster Aktenzeichen 1 S 56/15

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Do

09

Nov

2017

Berauscht mit dem Fahrschulwagen unterwegs

Eine wilde Fahrstunde hat ein Fahrlehrer in Waren hinter sich. Wie die Polizeiinspektion Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, meldete sich ein Hinweisgeber telefonisch bei der Polizei und wies darauf hin, dass eine Fahrschülerin gerade eine Nachtfahrstunde mit einer Warener Fahrschule nehme – und vorher Betäubungsmittel konsumiert habe.

 

Die Polizei informierte den Fahrlehrer, der sich mit seiner 20-jährigen Fahrschülerin zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg begab.

Vor Ort wurde ein Drogenschnelltest durchgeführt, der positiv ausfiel. Im Anschluss erfolgten eine Blutprobenentnahme sowie die Einleitung eines Ordnungswidrigkeiten- und eines Strafverfahrens, so die Polizei.

Die Geschichte ist damit jedoch noch nicht zu Ende: Im Rahmen der weiteren Ermittlung wurde die Wohnung der jungen Frau durchsucht. Hier fanden die Beamten Hinweise auf den Konsum von Betäubungsmitteln und einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker. Da es sich bei diesem Gegenstand um eine verbotene Waffe gemäß des Waffengesetzes handelt, wurde zusätzlich ein weiteres Strafverfahren gegen die 20-Jährige eingeleitet. „Den Erwerb des Führerscheins wird die junge Dame wohl verschieben müssen“, teilt die Polizei mit. (tr)

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Mo

02

Okt

2017

Pkw-Beleuchtung und Tempo bei Nebel

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) ist 2016 die Zahl nebelbedingter Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr von 661 auf 542 gesunken.

Das berichtet die Deutsche Verkehrswacht (DWV). In Prozentzahlen bedeutet das einen Rückgang um 18 Prozent. Dies ist jedoch kein Grund zum Aufatmen: Die Zahl der Getöteten stieg im Vergleichszeitraum um ein Drittel an.

Um das Unfallrisiko bei Nebelfahrten zu mindern, kommt es laut Verkehrswacht auf den richtigen Einsatz von Nebelscheinwerfern und Nebelschlussleuchte an.

Wenn die Sicht durch Nebel, Regen oder Schnee erheblich eingeschränkt ist, müssen Autofahrer auch am Tag das Abblendlicht einschalten. „Auf Landstraßen ist das etwa bei einer Sichtweite von unter 100 Metern, auf Autobahnen unter 150 Metern der Fall“, so die DVW. Nur bei diesen Verhältnissen dürften auch die Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden.

Das Fernlicht sei im Nebel eher ungeeignet. Kurt Bodewig, Präsident der DVW, rät: „Lassen Sie das Fernlicht im dichten Nebel aus. Die feinen Wassertropfen reflektieren den Schein so stark, dass Sie dadurch eher geblendet werden. Nebelscheinwerfer bringen bessere Sicht.“

Zusätzliche Sicherheit geben nach Angaben der Verkehrswacht Nebelschlussleuchten. Sie dürften aktiviert werden, wenn die Sicht weniger als 50 Meter beträgt.

Durch die Nebelschlussleuchten hat der hinterherfahrende Verkehr eine bessere Orientierung. Umgekehrt blenden aber die sehr hellen roten Nebelschlussleuchten schnell und müssen daher bei einer Sichtweite von mehr als 50 Meter wieder ausgeschaltet werden.

Auch beim Thema Abstand und Tempo müssen Autofahrer bei Nebel besonders vorsichtig sein. Es gelte, Abstand zu halten, um Kollisionen zu vermeiden. „Bei langsamer Fahrt ist es empfehlenswert, eine Lücke von mindestens 25 Meter zum Vordermann einzuhalten“, schreibt die DVW. Auch das Tempo müsse den Bedingungen angepasst werden. Fällt die Sichtweite unter 50 Meter, gelte eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Sa

09

Sep

2017

Fahrlehrer von Autofahrer bedroht

Mitte September war ein Fahrlehrer mit seinem Fahrschüler in Landau unterwegs. Wie die Polizeiinspektion berichtet, achtete er darauf, dass im verkehrsberuhigten Bereich sein Schützling auch die geforderte Schrittgeschwindigkeit einhält. Dies war einem nachfolgenden Pkw-Fahrer, einem 24-jährigen Mann aus Maikammer offensichtlich zu langsam. Nachdem er in seinem Pkw ein Fahrzeug überholt hatte, musste er mit quietschenden Reifen hinter dem Fahrschulauto stark abbremsen. 

 

Der Fahrlehrer deutete an, dass der Opelfahrer langsamer fahren soll. Diese Gestik nahm der Verkehrsrowdy zum Anlass, das Fahrschulauto zu überholen, sich vor das Auto zu setzen und es zum Anhalten zu zwingen. Der Fahrer stieg zusammen mit seinem Beifahrer aus, beide bauten sich in aggressiver Haltung vor dem Fahrlehrer auf. Laut Polizei kam der Fahrer dabei dem Fahrlehrer bedrohlich nahe, ohne ihn jedoch zu schlagen.

 

Der Fahrlehrer reagierte besonnen, ging zu einem Augenzeugen und teilte diesem mit, er werde die Polizei rufen. Daraufhin stiegen beide Männer wieder in ihr Fahrzeug und fuhren davon. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 

 

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Mi

02

Aug

2017

Wird aus BF17 bald BF16 ???

Die Altersgrenze des begleiteten Fahrens ab 17 – kurz BF17 – in einem Modellversuch künftig auf 16 Jahre abzusenken, diese Absicht des niedersächsischen Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, begrüßt die Deutsche Verkehrswacht. Langfristig könne durch eine Bundesratsinitiative und Änderung des europäischen Rechtes ein Modell für Europa geschaffen werden: „Das Begleitete Fahren (BF17) ist ein Erfolgsmodell. Wir müssen den jungen Menschen mehr Zeit für diese Begleitphase in einem BF16 schaffen“, sagt Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht.

 

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, nach dessen Ergebnis für keine andere Fahranfängermaßnahme in Deutschland eine vergleichbar hohe Sicherheitswirksamkeit nachgewiesen werden konnte wie für BF17. Eine längere Begleitphase, so der BASt-Bericht, könnte den Erfolg weiter steigern. „Viele Jugendliche haben aufgrund von Schulstress in der Oberstufe oder in der Berufsschule, gerade wenn Prüfungen anstehen, zu wenig Zeit, die Möglichkeiten des begleiteten Fahrens voll auszuschöpfen. Wenn wir ihnen erlauben, schon früher mit dem Führerschein anzufangen, haben sie mehr Zeit, Fahrroutine zu sammeln“, so Bodewig.

Herausforderungen stressfreier begegnen

Derzeit lässt das europäische Recht einen Führerscheinerwerb mit 16 Jahren als Voraussetzung für das frühzeitige begleitete Fahren noch nicht zu. 

In einer längeren Phase des begleiteten Autofahrens könnten Jugendliche mehr Fahrkenntnisse sammeln, auch in anspruchsvollen Situationen wie bei einer Fahrt im Starkregen oder auf einer vollen Autobahn. Durch die Anwesenheit einer Begleitperson fühlt sich, so die BASt-Studie, ein BF17-Fahrer sicherer, fährt ruhiger und lernt, Herausforderungen stressfreier zu begegnen. Durch die Kombination unterschiedlicher Lernsituationen sinke das Unfallrisiko, wenn die Jugendlichen ab 18 alleine fahren.

 

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